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Im Bereich "Wissenswertes" haben wir interessante und nützliche Informationen rund um Ihr neues Dach zusammen getragen! Schauen Sie mal vorbei und finden Sie Anregungen und Ideen zu Ihrem neuen Dach!


Beitrag aus den Seiten des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH).
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Grüne Oasen auf dem Dach

Nicht nur Fachleute, auch private Bauherren haben die Dachbegrünung als ökologisch und ökonomisch interessante Bauweise erkannt. In vielen Städten gilt die Dachbegrünung als Verbesserungsmaßnahme für das Wohnumfeld und das Stadtklima und wird deshalb häufig mit attraktiven Zuschüssen bedacht.
Ökologisch betrachtet sprechen viele Punkte für eine Dachbegrünung. Durch die Reduzierung von versiegelten Grundstücksflächen und die Schaffung zusätzlicher Grünflächen entstehen für Menschen, Tiere und Pflanzen neue Lebensräume. Zudem wird durch die Gründächer die Luft verbessert, Staub und Schadstoffe werden gebunden und das Gebäude wird gegen von der Außenwelt kommenden Luftschall geschützt. Durch die Vegetation und das Substrat wird der Abfluss von Regenwasser verzögert und Niederschlagswasser zurückgehalten, das durch Verdunstung wieder in den natürlichen Wasserkreislauf eingebracht wird. Gründächer sorgen für einen klimatischen Ausgleich: Im Sommer schützen sie vor Hitze, im Winter vor Kälte.

Kosten und Nutzen
Ein Gründach ist in der Herstellung zunächst einmal kostenintensiver als beispielsweise ein bekiestes Dach. Das ergibt sich aus den Mehrkosten für die Statik und den aufwendigeren Schichtenaufbau. Darüber hinaus benötigt ein Gründach auch einen höheren Pflegeaufwand. Doch diese Kosten amortisieren sich mit der Zeit und dem Nutzen. Dies liegt vor allem an der Schutzfunktion des Dachgrüns. Die Alterung der Dachabdichtungen durch UV-Strahlen wird zum großen Teil verhindert. Außerdem ist die Dachabdichtung vor mechanischen Beschädigungen und chemischen Einflüssen geschützt. In manchen Kommunen werden Gründächer bei der Festlegung der Abwassergebühren für Oberflächenwasser positiv berücksichtigt. Darüber hinaus führt die bessere Wärmedämmung eines Gründachs zu einer Energieeinsparung.

Dachbegrünungen sind durch die erhöhte Lebensdauer sowie durch erhebliche Kosteneinsparungen bei den Abwassergebühren langfristig deutlich preiswerter als konventionelle Flachdächer. Ausgeschriebene Förderprogramme, die eine zusätzliche Kosteneinsparung mit sich bringen, sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Worauf der Bauherr achten muss
Ein Gründach muss genauestens geplant werden. Der Dachdecker-Innungsbetrieb ist hier der kompetente Ansprechpartner. Er berät den Bauherren über die Form des Gründachs, die späteren Nutzungsmöglichkeiten und die Art der Bepflanzung, denn all diese Faktoren spielen eine wichtige Rolle in der statischen Konstruktion und im Schichtaufbau eines Daches. Nur wenn die Angaben des Bauherren präzise sind, kann eine sachgemäße Planung erfolgen, so dass spätere Schäden durch unsachgemäße Anwendung ausgeschlossen werden können. Der Bauherr tut auch gut daran, sich beim Dachdecker-Innungsbetrieb über die erforderlichen Pflegemaßnahmen eines Gründachs im Vorfeld zu informieren.

Köln, 30. Juni 2010

V.i.S.d:P: Ulrike Heuberger M.A.
Bereichsleiterin Presse


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