Aktuelles

Aktuelles für Sie aufbewahrt.

 

Nicht verpassen!

Im Bereich "Wissenswertes" haben wir interessante und nützliche Informationen rund um Ihr neues Dach zusammen getragen! Schauen Sie mal vorbei und finden Sie Anregungen und Ideen zu Ihrem neuen Dach!


Beitrag aus den Seiten des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH).
Download als PDF-Datei

Gemeinsame Stellungnahme zum CO2-Gebäudesanierungsprogramm: KfW-Förderung für energetische Sanierung in Höhe von mindestens zwei Milliarden Euro weiterführen.

KfW-Programme "Energieeffizient Bauen und Sanieren" müssen wieder auf mindestens zwei Milliarden Euro aufgestockt und verstetigt werden, um die angestrebten Ziele des Energiekonzepts zu erreichen. Positive Effekte für Wirtschaft, Verbraucher, Staatshaushalt und Umwelt sind unbestritten. Ersatzneubau ist in die Förderung miteinzubeziehen.

Die Bundesregierung strebt in ihrem Energiekonzept daher richtiger Weise an, den Primärenergiebedarf des Gebäudesektors bis 2050 um 80 Prozent zu senken. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, muss die Sanierungsrate jedoch mindestens verdoppelt werden. Drei Viertel des Altbaubestandes wurden noch vor der 1. Wärmeschutzverordnung 1979 errichtet. Das größte Einsparpotenzial und die höchste Wirtschaftlichkeit der Sanierung bieten Wohnungen, die Ende der 50er bis Anfang der 70er Jahre gebaut wurden (rund 16 Millionen Wohneinheiten alleine in den alten Bundesländern). Zwar ist der Großteil der notwendigen Einsparmaßnahmen mittel- bis langfristig wirtschaftlich, die schnelle und umfassende Erreichung der Einsparziele wird jedoch nur möglich sein, wenn die Sanierungsaktivitäten der Hauseigentümer in den kommenden Jahren weiter angemessen, konstant und zuverlässig gefördert werden.

Neben der gezielten Förderung gilt es, wirkungsvolle Rahmenbedingungen für ein positives Investitionsklima zu schaffen, durch welche die wirtschaftlichsten Maßnahmen mittelfristig auch ohne Förderung schnell weitere Verbreitung finden. So kann der Förderbedarf langfristig gesenkt und haushaltsunabhängig finanziert werden.

Aktuell werden mindestens zwei Milliarden Euro Fü das bisher sehr erfolgreiche CO2-Gebäudesanierungsprogramm benötigt, ergänzend zu den erheblichen Eigenmitteln, die der Hauseigentümer einbringt.

In den vergangenen Jahren wurde die Fördersumme von 2,25 Milliarden Euro im Jahr 2009 kontinuierlich auf 1,35 Milliarden Euro (2010) bzw. 0,9 Milliarden Euro (2011) gesenkt, und das, obwohl ca. 25 Millionen Wohnungen in Deutschland weiterhin sanierungsbedürftig sind. Entsprechend stagniert die Sanierungsrate, die gesteckten Ziele rücken in weite Ferne.

Dabei sind die positiven Effekte dieses Programms unbestritten:

Wirtschafts- und Beschäftigungseffekte: Ein Euro Förderung löst neun Euro private Investitionen aus. Diese gehen zu etwa 90 Prozent in die lokale Wertschöpfung und in den deutschen Mittelstand. Knapp 300.000 Arbeitsplätze werden so geschaffen bzw. gesichert. Diese positiven Arbeitsplatzeffekte sind gerade im Jahr 2012, in dem die Effekte der Konjunkturprogramme endgültig an Wirkung verloren haben werden, wichtig.

Reduktion der Energieabhängigkeit und geringere Energiekosten fü Verbraucher und Gewerbe: Die erzielte Verringerung des Endenergieverbrauchs der geförderten Objekte um knapp 30 Prozent fördert die Unabhängigkeit von ausländischen fossilen Energielieferungen - und sichert Verbraucher und Unternehmen gegen steigende Öl- und Gaspreise ab.

Haushaltseffekte: Durch den Hebeleffekt entstehen durch jeden Euro Fördermittel allein 1,50 Euro an zusätzlichen Mehrwertsteuereinnahmen, und zwar im gleichen Haushaltsjahr. Hinzu kommen Einnahmen aus der Einkommens- und Körperschaftssteuer sowie geringere Ausgaben im Sozialbereich aufgrund der positiven Wirkung der Investitionen auf die Beschäftigung. Somit finanziert sich das Programm nicht nur selbst, sondern es erhöht die Einnahmen des Staates.

Umwelt- und Klimaschutz: Mit den Mitteln der KfW-Förderprogramme wurden 2009 knapp eine Million Tonnen CO2 pro Jahr dauerhaft vermieden Ð es ist somit auch im Vergleich zu anderen Maßnahmen maximal kosteneffizient.

Die Tatsache, dass die KfW mit ihren derzeitigen Mitteln nicht in der Lage ist, die Nachfrage nach Fördermitteln fü energetisches Sanieren zu decken, verdeutlicht das große gesellschaftliche Interesse an der energetischen Gebäudesanierung. Es zeigt auch, wie überaus wichtig es ist, mittels entsprechend ausgestatteter KfW-Förderprogramme hierfür die richtigen Anreize zu setzen. Die derzeitige Unstetigkeit des Förderaufkommens und die damit verbundene fehlende Verlässlichkeit verursachen jedoch Verunsicherung und Fehlanreize bei Verbrauchern, Herstellern und betroffenen Handwerkern - und sind damit kontraproduktiv. Gleichzeitig schwindet die Akzeptanz der energetischen Gebäudesanierung insbesondere bei Mietern, wenn die staatliche Kostenbeteiligung immer weiter abgesenkt wird. Als weitere Variante der Sanierung und Modernisierung muss auch der Bestandsersatz künftig gefördert werden. Dort, wo eine energetische Sanierung nicht wirtschaftlich ist, wird es nur auf diese Weise gelingen, Investoren zu finden, die den überalterten und energetisch ineffizienten Wohnungsbestand erneuern.

Die Verbände, die diese Stellungnahme tragen, fordern die Politik daher eindringlich auf, das ökonomisch wie ökologisch sinnvolle CO2-Gebäudesanierungsprogramm aufzustocken und in Höhe von mindesten zwei Milliarden Euro pro Jahr zu verstetigen wie auch den Ersatzneubau in die Förderung mit einzubeziehen.

Unterzeichner:

Bundesvereinigung Bauwirtschaft
Deutscher Mieterbund e.V.
Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF)
IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)
WWF Deutschland
Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB)
Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz
Bund fü Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
Bundesverband Metall - Vereinigung Deutscher Metallhandwerke
Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz
Deutscher Holzfertigbauverband
Deutscher Naturschutzring e.V. (DNR)
Forum …kologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V. (F…S)
Industrieverband Hartschaum e.V.
Nabu Ð Naturschutzbund Deutschland e.V.
Tischler Schreiner Deutschland
VdZ- Forum fü Energieeffizienz in der Ge-bŠudetechnik e.V.
Verband Deutscher KŠlte-Klima-Fachbetriebe
Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks
Zentralverband Raum und Ausstattung
Zentralverband SanitŠr Heizung Klima

Köln, den 23. März 2011

V.i.S.d:P: Ulrike Heuberger M.A.
Bereichsleiterin Presse


zurück zum Archiv