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Beitrag aus den Seiten des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH).
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Ausbildung im Dachdeckerhandwerk

Die Zahl der Dachdeckerlehrlinge ist im Jahr 2010 deutlich angestiegen. Mehr als 3.000 Lehrverträge wurden neu abgeschlossen, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von gut 23 Prozent entspricht, berichtet Ulrike Heuberger, Sprecherin des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks. In der Gesamtzahl der Lehrlinge über alle Lehrjahre hinweg beträgt die Steigerung 3 Prozent: Zum Stichtag 01. Januar 2011 gab es im Dachdeckerhandwerk 8.115 Auszubildende.

Nach Einschätzung des Verbandes hätten die Dachdeckerunternehmer erkannt, dass der demographische Wandel und damit der in den nächsten Jahren eintretende deutliche Rückgang an Schulabgängern zu Problemen bei der Besetzung von Lehrstellen führen werde und somit auch bald gut ausgebildete Mitarbeiter im Dachdeckerhandwerk fehlen werden. Außerdem sei auch die konjunkturelle Entwicklung ursächlich für diese erfreuliche Entwicklung.

Gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz
Jugendliche, die sich für den Beruf des Dachdeckers oder der Dachdeckerin interessieren, haben also zurzeit gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. "Das Berufsbild des Dachdeckers oder der Dachdeckerin ist extrem vielfältig", erklärt die Verbandssprecherin. Dächer zu decken sei nur ein Bestandteil der Tätigkeit eines Dachdeckers. Die Ausführung von Wärmedämmung, die Gestaltung von Fassaden, die Erstellung von Dachstühlen, die Montage von Solaranlagen und die Ausführung von Schutzmaßnahmen gegen Grundwasser gehörten ebenfalls zum Aufgabengebiet eines Dachdeckers. "Im Dachdeckerhandwerk hat man gute Aufstiegschancen: Man kann Vorarbeiter werden oder sogar den Meisterbrief erwerben und sich selbständig machen. Selbst ein Studium ist mit dem Meisterbrief heute möglich. Lohnende berufliche Perspektiven gibt es aber auch bei der Herstellerindustrie oder im Bedachungshandel", so die Sprecherin des Verbandes.

Die Lehrzeit des Dachdeckers beträgt in der Regel drei Jahre. Die Ausbildung erfolgt im so genannten dualen System, d.h. sowohl in der Berufsschule als auch im Betrieb. Die durchschnittliche Betriebsstruktur im Dachdeckerhandwerk stellt sicher, dass sich der Chef persönlich um den Nachwuchs in seinem Betrieb kümmert und dass durch qualifizierte Fachleute eine intensive Berufsausbildung gewährleistet wird.

Voraussetzungen für eine Ausbildung im Dachdeckerhandwerk sind eine gute Auffassungsgabe, Rechenkenntnisse, Sinn für Formen und Linienführungen und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen. "Am Besten vereinbart man mit einem Dachdeckerbetrieb vor Ort ein Praktikum. Dann kann man feststellen, ob es die richtige Berufswahl ist und man kann seinen zukünftigen Chef schon mal kennen lernen", rät die Verbandssprecherin. Wer eine Ausbildung zum Dachdecker oder zur Dachdeckerin machen möchte, sollte sich mit der Dachdecker-Innung vor Ort in Verbindung setzen. Diese hilft gern weiter. Umfangreiche Informationen für angehende Lehrlinge rund um den Beruf des Dachdeckers und Tipps zur Bewerbung gibt es auch im Internet unter www.dachdeckerdeinberuf.de.

Köln, den 31. Januar 2011

V.i.S.d:P: Ulrike Heuberger M.A.
Bereichsleiterin Presse


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